Im Einsatz für Menschenwürde und Perspektiven im Glauben
Seit drei Jahrzehnten unterstützt die Pfarrgemeinde Padre Fink
Der Atlantik ist wahrhaftig ein breites und unwirtliches Gewässer. Dennoch stellt er für eine lang geübte, von den Herzen getragene Partnerschaft kein ernst zu nehmendes Hindernis dar. Seit über 30 Jahren pflegt die katholische Pfarrgemeinde Vaterstetten (“Zum Kostbaren Blut Christi”) so eine außergewöhnliche Verbindung mit Südamerika. 1970 wurde Peru von einem schweren Erdbeben heimgesucht. Dies war der Beginn einer fortdauernden Zusammenarbeit mit dem aus Südtirol stammenden Geistlichen Paul Fink, genannt “Padre Pablo”.
Auf seine Initiative hin entstanden nacheinander drei Projekte im peruanischen Chiquian und Moro sowie in Santo Domingo de los Colorados (Ecuador). Zielsetzung dieser Projekte sind: Hilfe zur Selbsthilfe. Menschenwürde durch Ausbildung und Arbeit. Soziales Engagement für hilfsbedürftige junge Menschen. Verankerung des Glaubens in einer lebenswerten Perspektive. Chiquian in Peru
Chiquian liegt rund 400 Kilometer nordöstlich von Lima, 3400 Meter hoch in den Anden. Es zählt etwa 5000 Einwohner. Padre Pablo lebte dort von 1970 bis 1983. Durch das große Erdbeben wurde auch Chiquian weitgehend zerstört. Nach der unmittelbaren Aufbauphase rief der Geistliche den “Club de Madres”, einen Frauenverein, ins Leben. Die Damen kümmerten sich um die Ärmsten des Ortes. Die Frauen begannen mit der Verarbeitung der Wolle. Seit 1978 bekommt Vaterstetten jedes Jahr, kurz vor dem Winter, eine umfangreiche Sendung mit Alpaka-Wollwaren. Diese werden in Vaterstetten und vielen Pfarreien des Umlandes verkauft.
[Via: Marktplatz Oberbayern]